Über mich

Nach meiner Ausbildung zur Hotelfachfrau bin ich einen eigenen Weg gegangen: parallel zu einer Gesangsausbildung habe ich Stadtführungen gegeben, dazwischen immer wieder Jobs, die mich geprägt haben – Gastronomie zum Beispiel. 2012 kam mein nächster Aufbruch. Ich wusste: Wo ich gerade stehe, reicht mir nicht mehr. Ich kündigte, ging für drei Monate zu meiner ehemaligen Gastfamilie nach Portland, Oregon – und kam mit einer klaren Entscheidung zurück: Ich widme mich endlich der Psychologie.

Ein Studium kam nicht infrage, weil ich keine Möglichkeit hatte, es zu finanzieren. Also wählte ich meinen eigenen Weg: Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumatherapie, Coaching. In der Traumatherapie habe ich mich sofort fachlich zuhause gefühlt – damit konnte ich unmittelbar etwas anfangen.

Diese Ausbildung trug mich durch fast zehn Jahre Arbeit mit Kindern, in einem pädagogisch-kreativen Projekt für Schüler:innen aus Brennpunktschulen und herausfordernden Familien. Parallel begann ich, Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg von der Schule in Studium oder Beruf zu begleiten – Übergänge, mittendrin. Bei meinen Stadtführungen lag mein Fokus immer auf der Aufarbeitung der DDR-Geschichte, aus eigenem Interesse und eigener Familiengeschichte heraus. Ich wollte verstehen, was Menschen prägt – auch die Geschichte des Nationalsozialismus und was sie mit Menschen gemacht hat, hat mich tief beschäftigt. Transgenerationales Trauma wurde zu einem roten Faden, zu dem ich immer wieder zurückkehrte.

Mein nächster Umbruch kam – wie für so viele – mit der Pandemie, und mit #metoo. Ich nahm die Zeit als Chance für den Neuaufbruch, den ich mir lange gewünscht hatte. Ich ließ mich coachen, ging in Therapie und kam dort mit NARM und der Polyvagal-Theorie in Berührung. Ich setzte mich mit Scham und Schuld auseinander und schaute ehrlich auf das, was über Generationen in meiner Familie weitergegeben worden war – auch auf patriarchale Muster. Diese Arbeit war befreiend. Ich begann, viel zu lesen: feministische Stimmen, und mit Black Lives Matter auch BIPoC-Perspektiven auf intersektionale Arbeit und Diversität.

Daraus entstand die Idee einer feministischen Plattform für FLINTA* in der Musik – mit stilvollen Video-Interviews und Podcastfolgen, die ihre Lebensrealitäten ins Licht rücken: wie sexistisch es in der Musikwelt noch immer zugeht, und wie viel großartiges Talent dort an allen erdenklichen Instrumenten zu finden ist. Ohne Finanzierung trug das Projekt auf Dauer nicht – aber es schärfte, worum es mir geht.

Also wuchs ich weiter und stieg ins Projektmanagement ein, agil und klassisch. Seit März 2024 bin ich in einem mittelständischen Unternehmen mit knapp 200 Mitarbeitenden, wo ich die Steuerung und das Changemanagement einer unternehmensweiten ERP-Einführung begleitet habe – ein tief transformativer Prozess. Ich habe dabei genauso viel über mich gelernt wie über das System Unternehmen, seine Strukturen und Dynamiken. Heute darf ich dort Teams und einzelne Menschen in Kommunikation und Teamentwicklung begleiten – Menschen dabei zuzusehen, wie sie über sich hinauswachsen, bereitet mir große Freude.

Und immer wieder habe ich auch privat Menschen durch ihre Umbrüche und Aufbrüche begleitet – dort, wo es Unterstützung und Selbstermächtigung braucht. Das ist die Arbeit, die ich liebe: Menschen darin zu bestärken, ihren eigenen Weg in ihrer eigenen Stimme zu gehen. Ob als kurze Intervention oder als nachhaltige Veränderung.

Psychologische Beratung & Therapie

  • Heilpraktikerin für Psychotherapie – Erlaubnis gem. § 1 HeilprG (Berlin, 2014)
  • Ressourcenorientierte Traumatherapie – arche medica Berlin (128 Std., 2015)
  • Coaching & Persönlichkeitsentwicklung – arche medica Berlin (133 Std., 2014)

Organisation, Wandel & Zusammenarbeit

  • Change Management & Organisationsentwicklung – IU Akademie (2026)
  • New Work – IU Akademie (2026)
  • Professional Scrum Master I & Product Owner I – Scrum.org (2023)
  • IPMA Level D, Certified Project Management Associate – GPM/PM-ZERT (2023)

Privat bin ich so vielfältig unterwegs wie beruflich. Ich singe weiter in meinem kleinen Projekt, nehme seit Mai 2026 endlich Flügelhornunterricht und klimpere ab und zu Jazztitel auf meiner Ukulele, dazu singe ich. Seit ein paar Jahren möchte ich ein eigenes Album aufnehmen – wenn es nur mehr Zeit gäbe.

Kraft tanke ich auf Roadtrips mit meinem Partner. Ich liebe es, kleine Museen in Brandenburg zu entdecken oder auf größeren Reisen meine Neugier auf Bilder und Musik zu stillen. Mein Partner und ich fahren leidenschaftlich gern Motorrad – wenn wir an lauen Sommertagen hintereinander durch die Natur fahren, durchfährt mich oft ein Schauer der Freude. Und ich bin unendlich dankbar für mein Netzwerk aus liebevollen Menschen.

Mein Tsundoku-Stapel ist sehr real: kaum Romane, dafür vor allem Sachbücher zu feministischen, antirassistischen, psychologischen, soziologischen und philosophischen Themen. Bunte Kleidung trage ich am liebsten – Kleider machen Leute, und Farben heben seit jeher meine Laune – neben Eis und Kuchen.


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