Bonuselternteil in Patchworkfamilien

Du liebst Kinder, die nicht deine eigenen sind. Du bist da, du trägst mit, du übernimmst Verantwortung – und doch gibt es für deine Rolle kaum ein Vorbild. Keine klare Bezeichnung, kein Drehbuch, oft nicht einmal die richtigen Worte.

Vielleicht kennst du das: Du gehörst dazu und stehst gleichzeitig daneben. Du gibst viel, ohne dass deine Rolle benannt oder gesehen wird. Du fragst dich, wo deine Grenzen liegen, wie viel Nähe dir zusteht, wie du loyal sein kannst – zu den Kindern, zu deiner Partnerschaft, zu dir selbst. Und besonders ohne eigene Kinder fehlt dir manchmal der Resonanzraum, in dem dich jemand wirklich versteht.

Ich kenne das von innen. Ich bin selbst seit einigen Jahren Bonusmama ohne eigene Kinder – und ich weiß, wie es ist, eine Rolle zu leben, für die die Gesellschaft (noch) kein Bild hat.

In unserer Arbeit schauen wir gemeinsam hin: Was ist deine Rolle wirklich – und was hast du dir vielleicht aufgeladen, das gar nicht deins ist? Wir geben dem, was du erlebst, eine Sprache. Wir finden heraus, wo du stehst, was du brauchst und wie du deine Stimme in dieser Familienkonstellation findest, ohne dich kleiner zu machen, als du bist.

Du musst diese Rolle nicht allein erfinden.

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